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Was bedeutet das Fair-Use-Prinzip im Shared Webhosting?

Beim Shared Webhosting teilen sich mehrere Kunden die technischen Ressourcen eines Servers. Damit alle Webseiten, Anwendungen und E-Mail-Postfächer möglichst sicher, stabil und zuverlässig betrieben werden können, gilt bei webgo das sogenannte Fair-Use-Prinzip.

Dieses Prinzip stellt sicher, dass die Nutzung einzelner Hosting-Accounts nicht zu einer Beeinträchtigung anderer Kunden führt. Hierfür setzen wir verschiedene Sicherheitsmechanismen und Nutzungslimits ein.

In bestimmten Situationen können diese Schutzmaßnahmen vorübergehende Einschränkungen verursachen, beispielsweise eine temporäre IP-Sperre oder ein erreichtes E-Mail-Versandlimit.

Im Folgenden erfahren Sie, warum diese Maßnahmen notwendig sind, welche Grenzen gelten und was Sie bei einer Einschränkung tun können.

Was bedeutet das Fair-Use-Prinzip im Shared Webhosting?

Das Fair-Use-Prinzip beschreibt die faire und verantwortungsbewusste Nutzung gemeinsam bereitgestellter Serverressourcen.

Im Shared Webhosting teilen sich mehrere Kunden einen Server und dessen technische Infrastruktur. Dazu gehören unter anderem Rechenleistung (CPU), Arbeitsspeicher (RAM), Netzwerkverbindungen und die E-Mail-Infrastruktur.

Damit alle Kunden ihre Hosting-Produkte zuverlässig nutzen können, müssen diese Ressourcen vor übermäßiger Beanspruchung und möglichen Sicherheitsrisiken geschützt werden.

Fair Use bedeutet nicht, dass Sie Ihr Webhosting nur eingeschränkt nutzen dürfen. Vielmehr sorgen angemessene Schutzmaßnahmen dafür, dass die Nutzung einzelner Accounts möglichst keine negativen Auswirkungen auf andere Kunden hat.

Warum gibt es Sicherheitsmaßnahmen und Nutzungslimits?

Da sich mehrere Kunden dieselbe Serverinfrastruktur teilen, können ungewöhnliche Aktivitäten oder eine übermäßige Nutzung bestimmter Dienste Auswirkungen auf die gesamte Hosting-Umgebung haben.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Wiederholte fehlgeschlagene Anmeldeversuche bei E-Mail-Postfächern oder Webseiten.

  • Automatisierte Zugriffe, die auf einen möglichen Angriff hindeuten.

  • Ungewöhnlich viele Verbindungsversuche innerhalb kurzer Zeit.

  • Ein übermäßig hohes E-Mail-Versandaufkommen.

  • Anwendungen oder Prozesse, die dauerhaft sehr viele Serverressourcen beanspruchen.

Unsere Sicherheitsmechanismen helfen dabei, solche Aktivitäten frühzeitig zu erkennen und mögliche Beeinträchtigungen zu reduzieren.

Das Ziel ist eine möglichst sichere und stabile Hosting-Umgebung für alle Kunden.

Warum kann meine IP-Adresse vorübergehend gesperrt werden?

Unsere Sicherheitssysteme erkennen auffällige oder wiederholt fehlerhafte Zugriffsversuche und können die betreffende IP-Adresse automatisch für einen begrenzten Zeitraum sperren. Eine solche Schutzmaßnahme dient insbesondere dazu, unbefugte Zugriffsversuche zu verhindern.

Typische Auslöser können sein:

  • Fehlerhafte E-Mail-Anmeldungen: Ein E-Mail-Programm oder eine App versucht wiederholt, sich mit einem falschen Passwort am Postfach anzumelden.

  • Fehlerhafte Webseiten-Anmeldungen: Beispielsweise werden wiederholt falsche Zugangsdaten beim WordPress-Login eingegeben.

  • Automatisierte Zugriffsversuche: Programme oder Bots versuchen wiederholt, auf geschützte Bereiche zuzugreifen.

Eine IP-Sperre bedeutet jedoch nicht automatisch, dass tatsächlich ein Angriff stattgefunden hat.

Auch Sie selbst können eine solche Sperre unbeabsichtigt auslösen, beispielsweise wenn in Ihrem E-Mail-Programm ein veraltetes Passwort hinterlegt ist und die Anwendung wiederholt versucht, sich damit anzumelden.

Melden Sie sich gerne in so einem Fall bei unserem Support und nennen Sie uns Ihre IP-Adresse. Diese können Sie ganz einfach hier auslesen: https://meineip.webgo.de/

Wir können Sie dann entsperren und den Grund der Sperre ermitteln. Wir empfehlen für eine zeitnahe Bearbeitung hierfür immer unseren Live-Support (also per Telefon oder Live-Chat).

Wie lange dauert eine temporäre IP-Sperre?

Eine temporäre IP-Sperre bei webgo wird nach 30 Minuten automatisch aufgehoben. Wichtig: Wenn die auslösende Ursache weiterhin besteht, beispielsweise ein E-Mail-Programm mit falschem Passwort, kann die IP-Adresse erneut gesperrt werden. Daher empfehlen wir Ihnen, mögliche fehlerhafte Zugangsdaten oder wiederkehrende Anmeldeversuche zu überprüfen.

Hinweis: Während einer IP Sperre bleiben Ihre Webseite und E-Mail-Postfächer für alle anderen ganz normal erreichbar.

Kann meine IP-Adresse dauerhaft freigeschaltet werden?

Eine dauerhafte Freischaltung beziehungsweise Whitelistung einzelner IP-Adressen ist im Shared Webhosting bei webgo grundsätzlich nicht vorgesehen.

Da sich mehrere Kunden dieselbe Serverinfrastruktur teilen, müssen unsere Sicherheitsmechanismen für alle gleichermaßen gelten. Eine dauerhafte Ausnahme könnte Sicherheitsrisiken schaffen und unter Umständen auch andere Kunden betreffen.

Hinweis: Wenn Sie eine Hosting-Umgebung benötigen, in der individuelle Sicherheitsregeln und Ausnahmen möglich sind, kann ein Managed vServer oder Dedicated Server eine geeignete Alternative sein. Falls Sie diesbezüglich eine tiefergehende Beratung wünschen, stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns einfach.

Welche E-Mail-Versandlimits gelten bei webgo?

Um unsere E-Mail-Infrastruktur vor Missbrauch zu schützen und eine möglichst zuverlässige Zustellung für alle Kunden zu gewährleisten, gelten im Shared Webhosting feste Versandlimits. Diese Limits gelten pro E-Mail-Postfach und dienen insbesondere dazu, ungewöhnlich hohe Versandmengen und möglichen Spamversand zu begrenzen.

Ohne solche Schutzmaßnahmen könnten einzelne Postfächer große Mengen an Nachrichten versenden und dadurch die Reputation der gemeinsam genutzten Mailserver beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall kann dies dazu führen, dass empfangende E-Mail-Anbieter Nachrichten anderer Kunden als Spam einstufen oder die versendende Server-IP auf einer sogenannten Blacklist landet.

Unsere Shared Webhosting-Produkte sind deshalb auf die reguläre private und geschäftliche E-Mail-Kommunikation ausgelegt.

Für umfangreiche Newsletter, Marketingkampagnen oder Massenmailings empfehlen wir spezialisierte E-Mail-Versanddienste (z. B. Brevo, rapidmail oder CleverReach).

Was passiert, wenn das E-Mail-Versandlimit erreicht wird?

Wird eines der Versandlimits erreicht, können vorübergehend keine weiteren E-Mails über das betroffene Postfach versendet werden. Sobald die jeweilige Begrenzung wieder unterschritten wird, ist der reguläre Versand erneut möglich.

Der Empfang von E-Mails bleibt davon grundsätzlich unberührt.

Sollten Sie mal gesondert einen größere Rundmail versenden wollen, empfehlen wir dies gestaffelt durchzuführen. Alternativ bieten wir auch eine temporäre Erhöhung des Sendelimit an. Hierbei erhöhen wir in der Regel für 24 Stunden auf maximal 300 Mails die Stunde. Kontaktieren Sie dafür unseren Support und nennen uns auch Ihre Service PIN. Wir überprüfen Ihren Fall gerne individuell.

Wir hoffen, Ihnen konnte dieser Artikel weiterhelfen! 😊
Sollte dies nicht der Fall sein, wenden Sie sich gerne an den Support per Mail, Live-Chat oder Telefon.
Mehr Infos und Kontaktdaten unter: www.webgo.de/support

➡️ Für Verbesserungen oder Vorschläge von FAQ Themen schicken Sie uns eine Mail an faq@webgo.de

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